Wilh. Schaudig - Geschicht der Stadt ...
Inhaltsverzeichnis
 <<  blättern  >>
Orte - Index

Steinbach.

Die Einwohner Steinbachs, das nach Aurach gepfarrt war, hatten eine Gattergilt, d. h. einen Sackzehenten an eine Vikarie in Herrieden zu reichen, der am 25. November jeden Jahres in einer Scheune zu Steinbach aufgeschüttet werden mußte. Nun war über das anzuwendende Maß Streit entstanden, die Herriedener verlangten Feuchtwanger Maß, während die Steinbacher das Getreide nur nach ihrem alten Maß, das aber bei einem Brand vernichtet war, geben wollten. Am 11. November 1498 entschied darüber eine Abordnung, bei der Hans Kaurg, genannt Pfefflein, Bevollmächtigter des Feuchtwanger Dekans Hermann Flach, des Heinz von Elrichshausen zu Crailsheim, des Heinz von Haltermannstetten, gen. Stettner, des Hans Walther von Dhann, des Paulus von Absperg, des Konrat von Ründsperg, des Wilhelm von Seckendorf zu Stopfenheim war und Hans von Merlsheim zu Aurach persönlich erschien. Es wurde festgesetzt, was jeder Pflichtige in Feuchtwanger Maß zu geben hatte. Der Aichamüller hatte außerdem einen Groschen Wiesenzins zu leisten. In Steinbach mit seinen 13 Höfen waren viele Herrn begütert. Den Stettnern gehörten 3 Höfe, dem Feuchtwanger Kapitel außer der Aichamühle 2, dem Vikarier Barthelmeß zu Herrieden 2, dem Hans Elrichshäuser 1, der Frühmeß zu Dinkelsbühl 1, der Kapelle zu Windshofen 1, dem Bischof von Eichstätt 1, den Ebersteinschen Erben 1 und eines war der Mörlsheimer Hof. - Im Anfang des 18. Jahrhunderts hörte diese Abgabe auf. Eines der Güter kaufte 1535 die Stadt Feuchtwangen.


Erstellt am 27.3.1999 durch Hans Ebert
<<  blättern  >>