Die Huf- und Wagenschmiede verdankten
in Feuchtwangen ihr Brot dem großen Verkehr, den die beiden
Straßen durch die Stadttore einließen. Da waren Pferde zu beschlagen
und Reifen auf Wagenräder aufzuziehen. Daneben galt es auch, die Wünsche
der Feuchtwanger Ackerbürger zu erfüllen. Inzwischen sind mit
den Pferden auch alle Grobschmiede verschwunden. So hat die Spitalschmiede,
die das Foto zeigt, längst aufgeräumt. 1926 wird sie noch beschrieben,
wie sie ihr Erdgeschoß mit schlichter Holzlaube öffnet, während
der Oberbau voll Persönlichkeitswillen sich in einen spitzen und einen
gewalmten Giebelblock stuft. Baum und Zweigwerk legen die letzte Einheit
über das Bild. Haus und Baum scheinen nach gleichen sorglosen Gesetzen
zu wachsen.