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67.
 
So feierte der Feuchtwanger Kirchensprengel um 1890 das Maifest: Es war ein Montag in Mai. Die Schulklassen hatten sich mit ihren Lehrern auf dem Kirchplatz versammelt. Dem Festzug voraus zogen mit schallender Blechmusik Musikmeister Fürst und seine Stadtkapelle. Ihnen folgten Bürgermeister, Stadträte, der Lokalschulinspektor mit der übrigen Geistlichkeit. Dann kamen mit wehenden Fahnen die Schulen aus Stadt und Land. Hinterdrein folgten Mütter und Väter, denen das Maifest genauso wichtig war wie ihren Kindern. Über den Marktplatz ging es zum Greifenkeller. Dort erhielt jedes Schulkind zwei Brezeln, vier neue Pfennige und einen viertel Liter Bier. Musik und Spiele der Kinder ließen den Nachmittag im Flug vergehen.

 
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