Durch das abgebildete Tor führten die Straßen
nach Ansbach und Rothenburg. Es hat kein wehrhaftes Aussehen mehr, weil
es Ende des 18. Jahrhunderts in ein behäbiges Torhaus umgestaltet
worden ist. In ihm hatte der geschäftstüchtige Torwart Kretschmann
eine 'Kaffeeschenke' eingerichtet, die mit dem langgestreckten Gebäude
an der linken Seite das Gasthaus zum Brandenburger Hof bildete. Es mag
sich gemütlich in dem weiten Raum über dem Torbogen gesessen
haben. Durch die hohen Fenster konnten die Damen des Biedermeier Postkutsche
und Handwerksburschen die Straße entlangziehen sehen. Den Kuchen
zur Kaffeestunde lieferte wohl der Torbäck, dessen Haus hinter der
hohen Front des Amtsgebäudes vorschaut.