Die Ansichtskarte von 1919 zeigt
das Obere Tor von außen. Die Häuser zu beiden Seiten verengen
treppenartig die Straße bis etwa auf die Breite des Torhauses. Das
brachte in den dreißiger Jahren große Schwierigkeiten für
den wachsenden Verkehr. Zwei Reichsstraßen mußten durch dieses
Nadelöhr gefädelt werden. Unwillkürlich wird man an das
Schicksal des Unteren Tores erinnert, das 1869 als Verkehrshindernis weichen
mußte. Damals gab es freilich noch kein Landesamt für Denkmalspflege.
1938 dagegen fand man eine Lösung, die sowohl dem Verkehr als auch
dem Stadtbild gerecht wurde. Allerdings mußten die Häuser an
der rechten Straßenseite zurückgesetzt werden, um Platz für
einen zweiten Durchlaß zu schaffen.