Hier ist die Innenseite eines
Stadtmauerrestes nordöstlich des Oberen Tores dargestellt. Dieses
Stück Wehrgang grenzt einen privaten Garten ab und ist nicht allgemein
zugänglich. Nach der Zerstörung Feuchtwangens im Städtekrieg
1388 durch Dinkelsbühl begannen die Bürger 1395 die Stadtbefestigung
zu bauen. Da die Mauer selbst schmaler ist als es die Breite des Wehrgangs
erfordert, wurden Konsolen vorgekragt und mit Stützbogen verbunden.
Die am Wehrgangsboden vorgesetzten Steine tragen die Pfosten für das
Dach. Es hat Jahrzehnt gedauert, bis die Stadtumwallung fertig war. 1727
wurde sie noch einmal instand gesetzt. Dann ließ man sie verfallen,
denn der Kriegstechnik des 18. Jahrhunderts wäre sie doch nicht gewachsen
gewesen.